Markisen

Markisen sind an Objekten angebrachte Gestellkonstruktionen, welche hauptsächlich dazu dienen vor intensiver Sonneneinstrahlung oder anderen Witterungen, zu schützen. Markisen werden auch oft als Sichtschutz eingesetzt.

Grob werden die Markisen in drei Kategorien unterteilt:
- Rollmarkise
- Festmarkise
- Faltmarkise

Bei der Rollmarkise wird ein Tuch auf eine Rolle – oder auch Tuchwelle genannt – gespannt und kann wie gewünscht eingerollt werden.
Die Festmarkise ist zwar die stabilste Form der Markise, jedoch auch gleichzeitig die unflexibelste. Sie kann in ihrer Form nicht verändert werden.
Die Faltmarkise besitzt keine Tuchwelle, wie es bei der Rollmarkise der Fall ist, sondern es wird einfach der Rahmen der Markise zusammengelegt, bzw. gefaltet.

Der Rahmen einer Markise wird meistens aus Aluminium gefertigt um die nötige Stabilität bei gleichzeitiger Leichtigkeit zu garantieren.

Für das Markisentuch gibt es viele verschiedene Bespannungen. Die Gängigsten bestehen jedoch aus:
- Acryl
- PVC
- Polyester

Das Markisentuch aus Acryl wird hauptsächlich als Sonnenschutz eingesetzt, da es sehr dünn und leicht ist. Aufgrund der Elastizität findet man Acryltücher häufig bei Faltmarkisen oder Rollmarkisen wieder. Eine Imprägnierung macht das Acryltuch wetterfest und auch teilweise Schmutzabweisend.

Das Markisentuch aus PVC wird hauptsächlich dort eingesetzt, wo die Markise dauerhaft der Witterung ausgesetzt ist. Reines PVC würde beim Aufrollen oder Falten leicht brechen, deshalb verwendet man bei flexiblen Markisen im Allgemeinen Polyestergewebe, welches mit PVC überzogen ist. Bei Festmarkisen wird jedoch in der Regel reines PVC verwendet, da es meistens kostengünstiger ist. PVC hat den Vorteil, dass es sehr leicht zu reinigen und besonders wetterfest ist.

Markisentücher aus Polyester sind reißfester und vor allem leichter als die Acryltücher. Jedoch muss das Tuch aus Polyester erst gegen UV-Strahlung geschützt werden, da sonst die Farben schnell ausbleichen.

Eine weitere Form der Markise sind Sonnenschutzsegel, welche aus einem stabilen Tuch – meistens aus Acryl gefertigt – bestehen und dem Sonnenschutz von Gebäuden, Terrassen oder ähnlichem dienen. Sonnenschutzsegel werden an den Eckpunkten an Pfeilern, Hauswänden oder anderen festen Bauten – wie speziell dafür gefertigte Träger – angebracht. Durch die hohe Flexibilität der Form können mit Sonnenschutzsegel kunstvolle Farb- und Schattenspiele gestaltet werden.

Die Entwicklung der Sonnenschutzsegel wurde in zwei unterschiedlichen Gebieten getrennt vorangetrieben:

Zum einen in der Nautischen Segelmacherei, in der zuerst die Segel der Schiffe als Schattenspender verwendet wurden. Erst später wurden andere Stoffe, wie zum Beispiel Acryl, verwendet. Die Eckpunkte wurden jedoch wie heute an stabilen Stellen fixiert und auch wurden Teile des Sonnenschutzsegels aufgerollt und erst bei Bedarf ausgerollt.
Zum anderen wurde das Sonnenschutzsegel auch im Membranbau entwickelt. Im Membranbau wurden die beschichteten Acrylstoffe als Segel an Drahtseilkonstruktionen gespannt und so ihrem Zweck zugeführt.