Hausplanung

Bei der Hausplanung sollten mehrere Dinge beachtet werden.

Grundstücksgrenzen
Oft kommt es vor, dass die Grundstücksgrenzen im eigenen Plan nicht korrekt eingezeichnet sind. Deshalb sollten diese vor Baubeginn noch einmal kontrolliert und neu vermessen werden. Ist dieser Plan fertig, so sollten alle Grundstückseigentümer der angrenzende n Grundstücke die gemessenen Grundstücksgrenzen bestätigen. Am besten schriftlich oder mit Beisein von Zeugen. Sollte es nämlich zu Unstimmigkeiten während des Bauvorhabens kommen, wird dieses erst einmal eingestellt und erst nach einem Gerichtsbeschluss fortgesetzt. Dies kann mitunter den Baufortschritt sehr lange verzögern.

Unterschiede im Bauland
Der Flächenwidmungsplan ist äußerst wichtig um zu erkennen was für eine Art von Gebäuden in der Umgebung gebaut werden dürfen. Neben Bauland, Verkehrsflächen und Grünland kennt der Flächenwidmungsplan nämlich noch weitere Unterteilungen, die bestimmen was für ein Objekt wo platziert werden darf. Wenn das Wohnhaus zum Beispiel in einem Agrargebiet gebaut wird, dann kann es leicht sein, dass auf dem Nachbargrundstück einmal ein Stall oder eine größere Maschinenhalle erbaut wird.
Um solche Überraschungen zu vermeiden, ist es wichtig sich den Flächenwidmungsplan gründlich anzusehen.

Bebauungsplan
Im Bebauungsplan wird festgehalten wie groß das Gebäude sein darf, das auf dem Grundstück platziert wird. Dort sind Gebäudehöhe, Angaben zu den Seitenabständen und vielleicht sogar eine prozentuale Angabe der maximal zu bebauenden Fläche eingetragen. Es können aber auch die Dachneigung, Regelung der Nebengebäude, Zaungestaltung, etc. angegeben sein.

Grundstückswahl
Zu beachten ist auch, dass die Rechte des Bauherrn am Gartenzaun enden. Das bedeutet, dass man keinen Einfluss darauf hat, was eventuell am Nachbargrundstück gebaut wird. Deshalb sollte man so planen, dass die Lebensqualität durch zum Beispiel eine Errichtung von einer großen Hecke oder eines Baumes am Nachbargrundstück nicht beeinträchtigt wird.

Solaranlagen
Wenn man vor hat sein Haus mit Solarenergie zumindest teilweise zu versorgen, dann muss das Augenmerk auf die Grundstücksform und Lage gelegt werden. Ebenso wichtig ist es wieder einen Blick in den Bebauungsplan zu werfen und zu errechnen wo eventuell dauerhafter Schatten geworfen wird, wenn am Nachbargrundstück ein Gebäude gebaut wird. Zu beachten sind auch die Sonnenstände im Winter und im Sommer. Solaranlagen sollten möglichst gleich von Anfang an eingeplant werden, um eine optimale Nutzung zu ermöglichen.

Energieeffizienz
Heizkosten kann man in Form von einem kompakten Gebäudekörper sparen. Kleinere und intelligenter angeordnete Räume sparen enorm viel Energie.
Natürlich ist auch die Lage des Hauses zur Sonne sehr wichtig. Große Fensterfronten sind am besten nach Süden ausgerichtet, währen bevorzugt kältere Räumlichkeiten (Abstellräume, Lebensmittelräume) nach Norden hin ausgerichtet sind.

Kellerbau
Man sollte für den Kellerbau ca. 30.000 Euro einrechnen (das ist ein Durchschnittswert und kann natürlich variieren). Ein Keller kann vielseitig genutzt werden. Ob als Lagerraum, als Hobbyraum, Partykeller oder eventuell als zusätzlicher Wohnraum. Will man den Keller bewohnbar machen, muss man eine bessere Wärmedämmung anbringen – diese wirkt sich auch sehr positiv auf die Heizkosten des restlichen Gebäudes aus.

Energieausweis
Seit Juli 2008 müssen die Häuser einen Energiepass vorweisen, wenn das Haus vermietet oder verkauft wird. Man ermittelt den Energiebedarf mit Hilfe eines Ingenieures. Dieser berechnet dann wie viel Energie vom Haus verbraucht wird. Auch die Art und Weise wie das Haus mit Energie versorgt wird ist, neben Wärmedämmung und dem technischen Stand der Heizung, sehr wichtig. Die Kosten für den Energieausweis betragen im Normalfall zwischen 200 und 300 Euro.