Einfamilienhaus
Ein Einfamilienhaus ist ein Haus, welches als Wohnhaus für eine überschaubare Anzahl von Menschen (zumeist eine Familie) dient.
Es gibt mehrere Typen von Einfamilienhäusern. Das freistehende Einfamilienhaus, ein Reihenhaus oder eine Doppelhaushälfte sind Einfamilienhausvariationen. Ein Einfamilienhaus kann ein Bungalow (also ein eingeschossiges Haus) oder ein mehrgeschossiges Haus sein.
Freistehende Einfamilienhäuser gibt es als Villa, Siedlungshaus oder als einfaches Landhaus.
Geschichte der Einfamilienhäuser
Erste Arten von Einfamilienhäusern gab es schon in der Antike
Bevor die relativ jungen Einfamilienhäuser heraus kamen war der übliche Wohnsitz für große Teile der Bevölkerung ein Bauernhaus oder ein Bürgerhaus. Wohnen und Arbeiten wurden unter einem Dach vereint und in dem oft auch Angehörige des Unternehmens und weiter Verwandte lebten.
Ursprünglich leitet sich das Einfamilienhaus von Villenbauten aus dem 19. Jahrhundert ab. Der Einfamilienhaus-Boom begann in den 60er Jahren. Viele Menschen konnten sich nun den Traum vom Eigenheim verwirklichen indem sie sich mit einem hohen Eigenleistungsanteil einbrachten.
Architektur von Einfamilienhäusern
Die Architektur von Einfamilienhäusern ist sehr individuell, da meistens die persönlichen Vorstellungen des Bauherrn verwirklicht werden. Daher ist das Planen eines Einfamilienhauses für einen Architekten immer eine neue Herausforderung, weil dieser die Wünsche des Bauherrn mit den Vorgaben von Stadtplanern vereinen muss.
Heute sieht man vor allem in Vororten viele Einfamilienhäuser stehen, deren Formen je nach Umständen sehr unterschiedlich sein können. Trotzdem müssen sich die Architekten nach den Bebauungsplänen richten.
Vorteile eines Einfamilienhauses
Im Gegensatz zu einer Mietwohnung hat das Einfamilienhaus den großen Vorteil, dass man eine relativ ungestörte Lebensführung hat. Vor allem dadurch, dass die räumliche Distanz zu seinem Nachbarn viel größer ist, als in einem Wohnhaus.
Ein weiterer Vorteil des Einfamilienhauses – vor allem eines freistehenden Einfamilienhauses – ist der Garten. Dieser bietet den Hausbewohnern die Möglichkeit zur Erholung und ermöglicht auch die leichtere Haltung von Haustieren.
Man kann bei einem Einfamilienhaus auch ganz bequem eine Solaranlage einrichten, mit der man dann die Stromkosten um einen großen Teil reduzieren kann. Mit einer Solaranlage, welche eine Lebensdauer von ca. zwanzig Jahren hat, kann man über fünfzig Prozent des Warmwassers im Haushalt selber erhitzen. Dafür muss der Bedarf des Warmwassers pro Jahr bekannt sein. Erst dann kann man die benötigte Fläche der Sonnenkollektoren ausrechnen. Wenn man von einem Verbrauch von fünfzig Liter pro Person und Tag ausgeht, so beträgt die benötigte Fläche pro Person ca. 1,5 Quadratmeter. Die Fläche der Kollektoren muss nicht zwingend Richtung Süden ausgerichtet werden. Bei Abweichungen von bis zu 30 Grad müssen nur geringe Einbußen in Kauf genommen werden. Sollte die Abweichung jedoch mehr betragen, dann sollte man mit einer größeren Fläche als 1,5 Quadratmeter pro Person rechnen. In einigen Jahren haben sich die Kosten für die Solaranlage, aufgrund von geringeren Stromkosten für die Warmwasseraufbereitung, wieder eingespielt. Dazu werden Solaranlagen vom Staat gefördert, da diese sehr umweltfreundlich sind.
Nachteile eines Einfamilienhauses
Einfamilienhäuser haben eine geringe Wohndichte. Dadurch werden mehr und größere Grundstücke für eine geringere Anzahl an Menschen gebraucht. Dadurch steigt auch der Verbrauch an Ressourcen für die Erschließung der Einfamilienhäuser durch technische Infrastruktur.
