Barrierefreies Haus
Barrierefreies Bauen heißt, dass man ein Haus, eine Wohnung, oder ein öffentliches Gebäude und Orte, so plant und errichtet, dass ein jeder Mensch diese ohne jegliche Hilfe benutzt werden kann.
Barrierefreies Bauen ist für Menschen, dessen Bewegungsfreiheiten eingeschränkt sind, oft die einzige Möglichkeit mobil sein zu können und damit am öffentlichen Leben teilzunehmen können. Menschen mit eingeschränkter Bewegungsfähigkeit, da sie eine Gehbehinderung haben, oder Lähmungen, sind oft sehr auf bauliche Hilfsmittel angewiesen.
Zum Beispiel brauchen Menschen, die an einen Rollstuhl gebunden sind, eine Rollstuhlrampe um auf eine Anhöhe zu kommen, die für andere Menschen nur ein paar Schritte über die Stufe bedeuten. Durchgänge und Türrahmen müssen für Rollstühle breit genug sein. Fahrstuhlknöpfe müssen in einer niedrigeren Höhe angebracht sein, damit sie auch von Menschen erreicht werden können, die auf Grund von Behinderungen nicht so hoch greifen können. Menschen, die eine eingeschränkte Informationsverarbeitung haben, brauchen zum Beispiel eine klar angeordnete Aufteilung der Räume. Menschen, die blind oder in ihrer Sehkraft stark beeinträchtigt sind, benötigen Tastkanten oder Indikatoren am Boden um sich in der Umgebung zu Recht zu finden.
Barrierefreiheit sollte jedoch nicht nur auf eine einzige Zielgruppe bezogen werden. Barrierefreies Bauen ist ebenso im Interesse eines jeden Menschen und nicht nur im Interesse der Menschen, die es zwingend benötigen. Zirka zehn Prozent der Menschen weltweit benötigen bauliche Hilfen um im Alltag überhaupt zu Recht zu kommen. Für dreißig bis vierzig Prozent sind Hilfen im Alltag notwendig. Für 100 Prozent sind all diese Hilfen schlicht und einfach komfortabler.
Wohnen ohne Barrieren
Häuser und Wohnungen sollten im optimalen Fall so gebaut werden, dass diese für Menschen mit verschiedensten Einschränkungen ohne größere Umbauten angepasst werden können. Dabei sollte aber nicht nur davon ausgegangen werden, dass ein Unfall oder eine Krankheit diese baulichen Änderungen nötig machen kann – man muss auch bedenken, dass ältere Menschen auch nicht mehr so agil sind wie jüngere Menschen.
Rampen
Man sollte Rampen als Zusatz von schon vorhandenen Stufen einbauen. Damit wird den Menschen, welche einen Rollstuhl benötigen, älteren Menschen, aber auch Familien mit Kleinkindern (Kinderwägen) die Möglichkeit geboten, Anhöhen stufenlos erklimmen zu können.
Schwellenbeseitigung
Ein Zugang der barrierefrei sein soll, muss von Türschwellen befreit werden. Schwellen finden sich zum Beispiel an Hauseingängen, Terrassentüren und Balkone wieder.
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen einer rollstuhlgerechten Wohnung und einer alten- bzw. behindertengerechten Wohnung. Dabei sollte auf verschiedenste Dinge geachtet werden, wie zum Beispiel:
Kann man den Briefkasten leicht erreichen?
Ist ein Lift im Haus vorhanden?
Sind diverse Arbeitsflächen in einer bequem erreichbaren Höhe?
Ist der Badezimmerboden rutschfest?
Leuchtet das Licht im Treppenhaus ausreichend lange?
Barrierefreies Badezimmer
Das größte Problem in einer Wohnung, die barrierefrei sein soll, ist in den meisten Fällen das Badezimmer. Oft haben Badezimmer eine zu kleine Fläche um sich gut bewegen zu können. Deshalb erfordert eine Umgestaltung des Badezimmers, meistens einen größere baulichen Eingriff, um dieses alters- oder behindertengerecht umzubauen.
Wenn man bei einem Neubau nur ein wenig daran denkt was eventuell sein könnte, dann hat man später nicht so viele Schwierigkeiten alles so umzubauen, damit ein barrierefreies Wohnen möglich ist.
Bei all diesen Fragen und Planungen sind speziell geschulte Wohnberater eine richtige Anlaufstelle um sich zu erkunden und aufklären zu lassen.
