Architektenhaus
Ein Architektenhaus ist im Grunde genommen ein Haus, das von einem Architekten genau auf die persönlichen Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten ist. Im Vordergrund steht der Lebensstil des Bauherrn.
Deshalb sind Architektenhäuser sehr unterschiedlich und individuell gestaltet. Ein Architektenhaus ist meist in Massivbauweise gebaut.
Massivbau
Massivbau bedeutet, dass Wände und Decken auch eine statisch tragende Funktion erfüllt. Das Gegenteil dazu ist der Skelettbau. Als Materialien dienen eben “massive” Bauelemente, wie Beton oder Mauerwerk. Steinwerke etwa, sind eine Form von Massivbauten aus dem Mittelalter.
Ein Massivhaus ist also ein Haus aus festem, massivem Baumaterial, wie zum Beispiel Beton, oder Stahlbeton. Ein Massivbau wird meistens von Grund auf neu gebaut. Die Innenwände, die keine tragende Funktion haben, kann auch in der Trockenbauweise errichtet werden.
Trockenbau
Beim Trockenbau werden keine Baustoffe wie Beton verwendet, die wasserhaltig sind. Die Trockenbauweise ist kostengünstiger als ein Mauerwerk in Massivbauweise zu errichten. Wärmedämmung und Schalldämmung kann man auch im Trockenbau durch entsprechende Maßnahmen erreichen. Teile eines Hauses, die bevorzugt in Trockenbauweise gebaut werden, sind:
Deckenverkleidungen, Wandverkleidungen, Installationswände (zum Beispiel WC-Trennwände), Böden – wie zum Beispiel Doppelböden oder Hohlraumböden, etc.
Der Trockenbau kam in den 1960-er Jahren aus Amerika, setzte sich jedoch nur sehr langsam durch.
Die Bundesfachabteilung Akustik und Trockenbau (frühere FUAAT) setzte sich für die Entwicklung des Berufsbildes ein. 1974 wurde es von ihr auch mit dem Ausbildungsberuf “Trockenbaumonteur” von ihr etabliert. “Industriemeister und Akustik- und Trockenbau” wurde 1984 als weiterführender Berufsabschluss eingeführt.
Es gibt aber auch den Massivholzbau, bei dem massive Holzelemente aufgebaut werden. Diese Holzelemente werden in Form von Wänden, Dächern und Decken vorgefertigt. Diese Elemente werden dann beim Hausbau mit Holzdübeln, Drahtstiften oder Leim miteinander verbunden. Mit dieser Art von Hausbau werden die Konstruktionskosten und vor allem auch die Konstruktionszeit massiv verkürzt. Ein Rohbau eines Einfamilienhauses kann innerhalb von nur einer Woche aufgestellt und wetterfest gemacht werden.
Aufgrund der Festigkeit der Struktur von einem Massivholzbau können auch im Nachhinein noch Fenster oder Türen eingebaut werden.
In Deutschland dürfen Massivholzbauten bis zu sechs Geschosse enthalten. In anderen Ländern – zum Beispiel England – sind sogar neun Geschosse zulässig.
Häuser aus Massivholzbau benötigen weniger Heizkosten im Winter, da das Holz eine gute Dämmwirkung mit sich bringt. Im Gegenzug dazu bleiben die Innenräume im Sommer relativ kühl. Der Holzbau eignet sich deshalb besonders für Niedrigenergiehäuser oder Passivhäuser.
Die Lebensdauer von Massivholzbauten wurde in den letzten Jahren enorm angehoben. Bei normaler, regelmäßiger Wartung hat ein Massivholzbau eine beträgt bis zu 100 Jahre. Bei entsprechender Wartung kann die komplette Nutzungsdauer (also vom Bau des Gebäudes bis hin zum Abriss) sogar mehrere Jahrhunderte betragen.
Massive Holzbauten können, genau so leicht wie sie aufgebaut worden sind, wieder abgebaut oder umgebaut werden. Dadurch ergibt sich eine hohe Wiederverwendbarkeit von Massivholzbauten. Bei der Kreditvergabe wird das mittlerweile auch von den Banken berücksichtigt.
Massive Holzbauten werden mittels CNC-Maschinen auf den Millimeter genau gefertigt. Da er deshalb sehr leicht aufgebaut werden kann und dabei nur sehr wenig verschiedene Materialien benötigt, kann er beim Preis durchaus mit anderen Bauweisen “mithalten.
